Glaube, Liebe, Be(e)tgeflüster

Vier Tage Wallonie: Abteien und Parks voller Würde und Schönheit

Dass die Beetgeflüster-Reise mal nicht zum großen Blütenjubilieren wurde, störte selbst erfahrene Gärtnerinnen wie Annemarie Irouschek und Angelika Ehrlich ehrlich wenig. „Wir wussten, worauf wir uns einlassen“, so die beiden Hamelnerinnen, die mit fast 40 Gleichgesinnten in die Wallonie aufbrachen. Klostergärten, Abteien, (Schloss)-Parks standen auf dem Fahrplan; Haltestellen voller Glaube, Liebe, Hoffnung, verbunden mit großer floraler Würde in prägendem Landschaftsstil nach englischem oder italienischem Vorbild. Keiner, dem dies nicht gefiel.

Namur. Zu einem Gutteil der fabelhaften Stimmung in der Gruppe trug schon das Mercure Hotel in Namur, Hauptstadt Walloniens, bei. Die Maas im Blick, die Innenstadt mit Seilbahnbahnhof zur Zitadelle nur etwa zehn Minuten Fußweg entfernt. Dazu ein Frühstücksbuffet zum Schwelgen und ein Drei-Gänge-Menü am Abend „nahe dran am Stern“, wie Elisabeth Creutzburg ausführte, eine treue Beetgeflüster-Reisende aus Elbrinxen. Wie Sonja Schierholz, wie Ursula Elsper und Hubert Frauenkron, wie Anke Elsing und Joachim Kloss: Allesamt „Wiederholungstäter“, denen eine Beetgeflüster-Reise wie ein Ausflug mit Freunden vorkommt. Zu den Treuen kamen Neue – Dr. Johannes Meister und Gattin Eleonore zum Beispiel („Also, das ist eine wundervolle Reise, das wollen wir wieder!“), auch Ursula und Heinrich Schramm oder Edith Maria und Karl-Heinz Schimmelfeder. Mit jeder Minute Fahrtzeit, jedem Moment der Entdeckung, jedem Augenblick voller Freude und Inspiration gewann die Gruppe an Zusammenhalt – und passte auf, dass bloß keiner abhandenkommt. Nicht an der Abtei von Maredsous, durch die sie von Guide Christian Mattelart charmant und unterhaltsam geführt wurde, nicht am Kloster Floreffe, wo mancher Beetflüsterer als ausgemachter Gartenfreak ohne Zweifel Pep in die lausigen Anlagen einzubringen hätte. Und selbst dort, wo mit dem Park von Morlanwelz einige Hektar Landschaftsgarten samt in Blüte stehender Rhododendren, Azaleen und riesenhafter Mammutbäume durchschritten wurden, stiegen sie alle wieder pünktlich in den Bus ein. Ein Bolid, der in Diensten der Firma Knipschild für den DEWEZET-Kooperationspartner BTS (Bus-Team Sauerland) quer durch Europa fährt, 460 PS und viel Komfort bietet und den Fahrer Wolfgang Schulte supersouverän auch über schmale Wege steuerte, während Ehefrau Carolin als Servicekraft ebenso hervorragende Dienste leistete.
Ein Schlosspark zum Schluss einer Reise, bei der Käse und Bier aus klösterlicher Produktion zum steten Gaumenschmaus avancierten: Jehay nahe Lüttich. Im Gemüsegarten tat sich wenig, der frühe Mai-Termin ist nicht schuldlos. Weniger Blühendes, dafür ein Froschkonzert zur Begrüßung, Grünflächen und Gehölzbestand, in denen verstörende wie erotische Bronzeskulpturen – der Fantasie des letzten Schloss-Besitzers Graf Guy van den Steen entsprungen – für Gesprächsstoff sorgten noch dann, als die Schultes auf der Rückfahrt an der Raststätte noch mal ihre beliebten Sauerländer Würstchen servierten.
Die zweite Beetgeflüster-Reise dieses Jahres führt vom 2. bis 5. Juli erneut in die Wallonie. Sie ist ausgebucht.

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Bild von Jens F. Meyer
Jens F. Meyer
Leiter Redaktion PR- und Sonderthemen bei der Deister- und Weserzeitung

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