Über Flüsse der Genüsse zu den schönsten Städten

Mit MS Alina zu den Highlights der Niederlande und in Belgien

Düsseldorf / Amsterdam / Brügge. Unter Deck wurden die Reisenden in der Panoramalounge mit Cocktail begrüßt. In zwei Restaurants sowie einem Spezialitäten-Restaurant wurden sie fortan köstlich versorgt. Und dann war da noch das Sonnendeck, das aufgrund der Wetterlage wirklich häufig genutzt wurde. Das Schiff wartete in Düsseldorf, weil der Rhein in Köln zu wenig Wasser führte.

Das erste Ziel hieß dann: Amsterdam. Der Schiffsanleger mitten in der Stadt machte es möglich, schnell zu vielen Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu gehen. Im Tagesangebot waren auch Grachten- und Tramrundfahrten. Ein besonderes Highlight: das fliegende Theater im Aussichtsturm A’DAM mit einer Schaukel über den Gebäuderand hinweg – und dies in einer Höhe von 100 Metern.

Auf dem Weg nach Enkhuizen am IJsselmeer wurden am Abend zwei Schleusen passiert. Enkhuizen war früher eine wichtige Hafenstadt und bietet heute eine schöne historische Innenstadt. Die Liegestelle in Rotterdam war wieder gut gewählt. Zu Fuß konnten Markthalle, die berühmten Kubushäuser und die moderne Innenstadt besichtigt werden. Hier ist die „Witte de Withstraat“ mit Restaurants, Cafés und Bars zu nennen. Wer nicht so fit war, nutzte die Stadt- und Hafenrundfahrt.

Eine Bustour nach Delft und Den Haag wurde ebenfalls angeboten – beides sehenswerte Städte mit mittelalterlichem Flair. Auch ein Abstecher nach Scheveningen zum berühmten Strandboulevard mit dem Riesenrad über dem Meer war beeindruckend.

Gent, die zweitgrößte Stadt Belgiens, hieß das nächste Ziel. Mit einem wunderschönen Stadtbild von historischen Gebäuden, darunter der Glockenturm Belfort (91 Meter hoch, 14. Jahrhundert erbaut), ein Symbol der Unabhängigkeit der Stadt, und die gewaltige Wasserburg Gravensteen.

Das „schöne“ Brügge, eine ehemalige Hansestadt, war ebenfalls Teil dieser Reise. Gut erhaltene alte Bauten, Grachten und Türme prägen das Stadtbild. Entsprechend waren bei sonnigem Wetter viele Besucher vor Ort.

Nächstes Highlight: Antwerpen. Die moderne Stadt hat einen der größten Häfen Europas und ist durch den Diamantenhandel bekannt. Eine Besonderheit ist der Bahnhof von Antwerpen, der auch als „Bahnhofskathedrale“ bezeichnet wird. In der Shoppingmeile „Meir“ ist alles zu finden, was das Herz und das Portemonnaie hergibt.

Der Abend wurde mit einem „Kapitäns-Gala-Dinner“ gestartet, die Crew präsentierte anschließend eine Gesangshow.

Und schon wieder hieß es „Leinen los“ – diesmal mit Ziel Nijmegen. 186 Flusskilometer mussten dafür zurückgelegt werden. Vom Sonnendeck oder in der Panoramalounge konnten alle diese Strecke vollends genießen.

Nijmegen hat 180.000 Einwohner, liegt höher als der Fluss Waal, das heißt ein leichter Anstieg muss überwunden werden, um ins Zentrum zu kommen. Hier erwartete die Reisenden eine hübsche Altstadt mit Marktplatz und historischen Häusern, moderne Passagen und vielen Einkaufsmöglichkeiten. Mit dem Elektrobähnchen konnte auch auf Erkundungsfahrt durch die kleinen Gassen gefahren werden.

Der Nachmittag an Bord begann mit Ice-Cream-Party und endete mit Abschiedscocktail mit Kapitän Gerrit und Crew.

Weiterer Höhepunkt: eine Tour durch den Thüringer Wald. Ein beeindruckendes Fleckchen Erde. Ein Bummel durch Ilmenau und Schmalkalden mit ihren gut erhaltenen Fachwerkhäusern schloss sich an. Und natürlich das Wintersportzentrum Oberhof mit den beeindruckenden Sprungschanzen und Sportanlagen. Auch der Genuss der Thüringer Bratwurst durfte nicht fehlen. Eine Führung durch Erfurt mit den wunderbar erhaltenen Fachwerkhäusern und der Krämerbrücke (125 Meter lang) rundete diese DEWEZET-Leserreise ab.

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Autorin / Autor:

Bild von Jens-Peter Steuer
Jens-Peter Steuer
Freier Mitarbeiter bei der Deister- und Weserzeitung

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