Olbia. Beeindruckende Granitfelsen, Maccia und das Meer prägen die Landschaft. Begeistert waren nicht nur Jutta Krellmann und Ulrike Vogelsang vom Bootsausflug zu den kleinen Inseln des La Maddalena-Archipels mit seiner Hauptstadt La Maddalena. Kleine Sandstrände mit Wasser, das in Blau- und Grünnuancen (Karibik) schimmert. Eine Laune der Natur – als bizarres Felsgebilde wacht der Bärenfelsen über dem Maddalena-Archipel. Nah von Castelsardo steht der „Elefant“. Eine der beliebtesten Städte ist Alghero, an der Westküste. Alghero besticht mit verwinkelten, engen Gassen und wird von einer historischen Stadtmauer umgeben. Die Landschaft dorthin ist geprägt von Korkeichen, Weinbergen und Kalkfelsen.
Die Reisegruppe aus dem Weserbergland besuchte auch das Dorf Orgosolo in der Provinz Nuoro, im sogenannten Barbarenland (Barbagia). Hunderte von Wandmalereien (Murales) prägen den Ort. Sie erzählen von Bräuchen, Traditionen, Kultur und Widerstand der Barbagia. Das erste Protestgemälde entstand 1968. Im Steineichenwald von Montes genossen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schatten ein authentisches sardisches Essen. Auf Fladenbrot wurden sardische Wurst, gegrilltes Spanferkel, Pecorino, geräucherter Ricotta und ein süßes Gebäck gereicht. Rotwein und Brunnenwasser dazu – lecker. Fremdartige Hirtengesänge der Canto a Tenore, eine der ältesten Gesangformen Europas, waren ein besonderes Hörerlebnis und Abschluss.
Ein wahrlich schöner Ort zum Bummeln ist zudem Santa Teresa di Gallura an der Nordspitze von Sardinien. Die Insel Korsika ist von hier aus quasi schon in Sichtweite. Der Besuch der gut erhaltenen Festung von Castelsardo und die Altstadt mit ihren engen Gassen und bunten Häusern war ein schöner Abschluss dieser überaus entspannten Reise. Die örtliche Reiseleiterin Heike hatte der Gruppe die Insel mit vielen Informationen und Geschichten näher gebracht. Zwei Badetage während des Aufenthalts in der schönen Hotelanlage mit Pools und kleinem Privatstrand ließen den Abschied schlussendlich schwerfallen.