Eine Landschaft zum Verlieben

Mit MS Rousse Prestige auf der Donau – eine entdeckungsreiche Woche

Es muss nicht der Nordkap, die Ägäis oder die Südsee sein: Auch eine Kreuzfahrt auf einem Fluss fernab der Weltmeere kann zu dem Erlebnis schlechthin werden. So wie diese achttägige Leserreise von DEWEZET mit MS Rousse Prestige auf der schönen allerdings eher grauen als blauen Donau.

Passau / Wien / Budapest. Faszinierende Städte und eine Landschaft zum Verlieben: Die Tage auf der Donau servierten den 38 Leserreisenden neben Erholung auf der eleganten, jüngst modernisierten unter bulgarischer Flagge fahrenden Rousse Prestige eine Fülle von Eindrücken und Erlebnissen. So wechselten sich Entspannung auf dem Sonnendeck und Unterhaltung in der Panoramabar mit Stadtrundfahrten in den drei markanten europäischen Hauptstädten Wien, Budapest und Bratislava sowie Ausflügen ins malerische Dürnstein, in die wilde Puszta und in das imposante Benediktinerstift Melk ab. Dazu konnte man sich an der malerischen Landschaft entlang Europas zweitlängstem Fluss zwischen Passau und Budapest kaum sattsehen.

So angenehm der Aufenthalt an Bord auch war, ein jeder Gast hätte sich da so manchen Stopp mehr gewünscht. Wie etwa in der zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Wachau zwischen Melk und Krems, in der sich steile, sonnenverwöhnte Weinterrassen, historische Burgen und Klöster zu einer einzigartigen Kulturlandschaft vereinen. Oder wie im Donauknie. Esztergom, eine der ältesten Städte Ungarns, musste leider aufgrund Niedrigwassers links liegen gelassen werden, und so wird die mächtige Basilika nur auf Fotos in Erinnerung bleiben.

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff auf der Donau unterwegs ist, freut sich freilich vor allem auf Wien und Budapest. Die „Prestige“ lag jeweils gut 24 Stunden in den mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten so beeindruckenden Metropolen vor Anker. Eigentlich viel zu kurz. Umso geballter war das von Reiseveranstalter Plantours angebotene Ausflugsprogramm. Neben den „Pflichtzielen“ wie in Wien Stephansdom, Hofburg, Burgtheater, Staatsoper, Schloss Belvedere oder Schönbrunn oder wie in Budapest Parlamentspalast, St. Stephans-Basilika, Heldenplatz, Fischerbastei, Kettenbrücke oder die Szechenyi-Thermenanlage wurden auch der Hermannskogel, der mit 544 Metern höchste Berg in Österreichs Hauptstadt, und eine der vielen Heurigenkneipen angesteuert.

Nicht so hoch in der Gunst der Touristen steht (noch) Bratislava. Zu Unrecht. Denn die slowakische Hauptstadt versprüht einen ganz besonderen Charme. Das einstige Pressburg punktet mit malerischer Burg, seiner ebenso charmanten wie historischen Innenstadt und mit dem bis 1830 als Krönungsstätte ungarischer Könige dienenden Martinsdom. Und so reiht sich die Stadt im Dreiländereck von Slowakei, Ungarn und Österreich nahtlos in das Gesamtbild dieser Leserreise ein: Acht Tage auf und an der Donau, ein jeder schöner als der andere.

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Bild von Henner E. Kerl
Henner E. Kerl
Ehem. Redakteur der Deister- und Weserzeitung, freier Journalist

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